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Nennen Sie die evolutionären Gründe für die Größe der Bolloggs. Evolutionäre Gründe für die enorme Größe des Bolloggs sind zum einen die Veränderungen auf dem Zamonischen Kontinent. Zum anderen ist es die ständig wachsende Anzahl von Bolloggflöhen, die in der Behaarung der abgelegten Bolloggköpfe wohnen möchte. Diese bringen sogar die kopfeigenen Bollogg-Traumkomponisten dazu, dem Bollogg Träume zu kredenzen, die ihn schneller wachsen lassen als je zuvor. Es ist auch nicht abzusehen, daß die Bolloggflöhe ihre Ansprüche, in einem luxuriösen Bolloggkopf zu wohnen und sich von ahnungslosen Bergsteigern zu ernähren, jemals aufgeben werden. Und so ist dies eigentlich die einzig logische Erklärung dafür, warum die Bolloggs während der vergangenen und noch kommenden Evolution immer größer und größer und größer und größer und größer werden, damit alle kleinen Bolloggflöhe, diese luxusliebenden kleinen Tierchen, auf einem Bollogg leben können. Oder auch auf mehreren. Vielleicht könnten sie sich ja auch gegenseitig besuchen, wenn z.B. zwei Bolloggs sich die Hand reichen, vorausgesetzt der Bollogg konnte seinen Kopf überhaupt finden, wenn dieser schon voller Bolloggflöhe war. Aber das gehört jetzt wohl nicht mehr hierher. Vielleicht ist aber auch ein Grund für die evolutionäre Größe des Bolloggs, daß er die Bolloggflöhe endlich loswerden möchte und weiter und weiter wächst, um wenigstens noch ein bischen von seinem Zottelfell für sich zu haben. Ich denke mir allerdings, daß einzig und allein die Bolloggflöhe ihn zwingen, immer weiter zu wachsen! Rekapitulieren Sie die historischen Ereignisse, durch die die Gargyllen zu den Helfern der atlantischen Greifen wurden. Wenn man nicht ganz dumm ist und das Buch fein gelesen hat bzw. es in diesem Moment, da es diese Aufgabe zu lösen gilt, offen vor sich liegen hat, weiß man, dass die Greifen (ob atlantische oder welche auch immer)sehr schöne, stolze Daseinsformen sind. Wie man dem (quasi Lehr-) Buch weiter entnehmen kann, sitzen diese sehr hoch auf den Spitzen der Hochhäuser und lassen ihren wachen scharfen Blick über das Geschehen auf den Straßen von Atlantis schweifen. Da die Spitzen der Hochhäuser in Atlantis eine unbeschreibliche Höhe angenommen haben, sind die Greifen, trotz ihrer stattlichen Größe und Schnelligkeit und der zerstörerischen Macht ihrer Krallen und besonders wegen der Spannweite ihrer Schwingen, welche zudem noch einen Höllenlärm veranstalten, nicht mehr in der Lage, sich zu tief auf die Straßen zu wagen, da dies ständig Bußgelder wegen Lärmbelästigung und mutwilliger Zerstörung verursacht hat. Der oberste Stadtrat von Atlantis hat demnach die Greifen aufgefordert, sich nur noch über den Dächern aufzuhalten, es sei denn, es ist genügend Platz vorhanden, dass diese auf einer Straße landen können, welche extra zum Zwecke der Landung der Greifen verstärkt worden ist. Da die Stadt Atlantis immer und immer mehr verarmt, können solche Straßen nicht mehr gebaut werden und die bisher gebauten Straßen verfallen bzw. werden von den Greifen, die sich trotz vielen Warnschildern, trotzdem zur Landung auf solchen Straßen entschließen, weiter zerstört. Der Stadtrat hat den Greifen jedoch eingeräumt, Helfer einzustellen, die die Aufrechterhaltung der Sicherheit in der Stadt ermöglichen, ohne große Lärmbelästigung und die Anrichtung von Schäden. Daraufhin wurde durch die Greifen eine Versammlung einberufen, welche entscheiden sollte, welche Daseinsformen für diese Aufgabe am geeignetsten wären. Bei der ersten Versammlung kam jedoch nichts raus, weil einige der Greifen zu viel Bier getrunken hatten und mit ihren Krallen und ihren immensen Flügeln einigen von den Spitzen der Häuser zerstörten, woraufhin es wieder Bußgelder durch den Stadtrat hagelte. Nach einigen Tagen des Nichtstuns (Atlantis hatte mittlerweile die höchste Kriminalitätsrate seit langer Zeit erreicht), beriefen die hohen Greifen eine zweite Versammlung ein, in der wiederum das Thema der „Helfer“ besprochen werden sollte. Zu dieser Versammlung kamen jedoch nur wenige Greifen, so dass keine Entscheidung getroffen werden konnte. Die nicht erschienenen Greifen hatte auch keine plausible Ausrede parat. Sie hatten den Versammlungstermin einfach vergessen, weil sie die ganze Zeit auf den Spitzen der Hochhäuser sitzen und ihr Gehirn mittlerweile doch einige Lücken aufzuweisen begann. Deswegen musste der Rat ein dritte Versammlung anberaumen und um sicherzugehen, dass dieses Mal auch wirklich alle Greifen erscheinen, wurden Flugblätter über den Spitzen der Stadt verteilt, welche der 1. Vorsitzende der Greifen höchstpersönlich aus seinem Brustbeutel streute. Als der Tag der Versammlung angebrochen war, waren alle Greifen überpünktlich erschienen und begannen, wild durcheinander zu brüllen. So viel Macht auf einem Haufen würde normalerweise alle anderen Daseinsformen abschrecken, auch nur die Nase in diesen Versammlungsraum zu stecken bzw. überhaupt daran zu denken, die Nase in den Versammlungsraum stecken zu wollen. Nicht so die Gargyllen. Dadurch, dass die Spitzen der Hochhäuser ja doch eine gewisse Höhe hatten und die Flugblätter nicht jedem Greif persönlich per Einschreiben zugestellt wurden, sondern einfach über ihnen abgeworfen wurden, geschah es, dass das eine oder das andere Flugblatt die doch stattliche Höhe und damit auch seine Höhenangst überwand und sich auf den Straßen von Atlantis verirrte. Da die Gargyllen neben den Greifen zu den wenigen flugfähigen Daseinsformen in Atlantis angehören, und zudem noch ziemlich flink und frech sind, kam es, dass ein paar dieser frechen kleinen flugfähigen Daseinsformen, die zudem auch noch lesen konnten, denn wenn sie nicht lesen könnten, hätten sie ja auch nicht gewusst, wo und wann die Versammlung der Greifen, wo eigentlich nieund was zu suchen hatte und noch nicht einmal daran denken durfte, seine Nase in den Versammlungsraum zu stecken, stattfinden sollte. So kam es also dazu, dass diese frechen kleinen Gargyllen, zumindest diese kleine Gruppe derer, die gelernt hatten, sich in der Öffentlichkeit zu benehmen und die auch lesen konnten, sich trotz allen Schauermärchen, die über die Versammlungen der Greifen in der ganzen Stadt kursierten, von denen jedoch niemand in ganz Atlantis mehr wusste, ob sie wahr oder erfunden waren, weil die dafür zuständigen Großfüßigen Berten schon längst nicht mehr unter den noch lebenden Bewohnern von Atlantis weilten, sich trauten, ihre kleinen Nasen in den Versammlungsraum der Greifen zu stecken, ja sogar den Mut bzw. die Frechheit besaßen, allen Erzählungen und Schauermärchen zum Trotz, sich ganz offen zu zeigen und sich demzufolge mit unter die stattlich gebauten Greifen mischten. Da die, genau abgezählten, Stühle im Versammlungsraum alle besetzt waren, da aufgrund der über den Spitzen der Hochhäuser durch den 1. Vorsitzenden der Greifen persönlich verteilten Flugblätter die Greifen von ganz Atlantis vollzählig, gutgelaunt und nüchtern erschienen waren, ergab es sich, dass die im Verhältnis zu den stattlichen Greifen doch relativ kleinen Gargyllen jeweils auf der linken und der rechten Schulter eines jeden Greifen Platz nahmen. Dies wurde am Anfang überhaupt nicht beachtet, da die Greifen alle Schwingen voll zu tun hatten, zu diskutieren, wer denn von den ganzen vielen verschiedenen Daseinsformen in Atlantis die Fähigkeit und die besten Voraussetzungen dazu hätte, als Helfer für diese zu fungieren. Natürlich musste dabei bedacht werden, dass diese Helfer nie und nimmer die Macht besitzen sollten, die Alleinkontrolle der Sicherheit von Atlantis zu übernehmen. Demnach kamen schlaue Wesen, z. B. Nattifftoffen, nicht in Betracht, schon aus der Tatsache heraus, dass diese ja auch keine große Flugfähigkeit besaßen bzw. diese überhaupt nicht besaßen, zudem sie wahrscheinlich schon wegen ihrer angeborenen Hochnäsigkeit nie hätten aus der Luft nach unten schauen können. Nach einigen Hin- und Herüberlegungen machte der 1. Vorsitzende den Vorschlag, doch eine Liste herumzugeben, damit jeder Greif seinen eigenen Vorschlag darauf notieren könnte und die auf den Listen am öftesten vorkommende Daseinsform dann so als eventuell in Betracht kommender Helfer ermittelt werden könnte. Diesem Vorschlag stimmten dann auch alle Greifen einstimmig zu und so wurden halt Zettelchen und Stifte ausgeteilt. Dabei kam es, wie auch schon bei der Verteilung der Flugblätter betreffend die Versammlung über die Bestimmung von Helfern der Greifen, zu einem kleinen Missgeschick derart, dass einige der frechen Gargyllen, einfach ihre Zugreifextremitäten aktivierten und ein paar von ihnen so Zettel und Stifte ergattern konnten. Zwischenzeitlich, die Überlegungs- und Schreibphase der Greifen hatte gerade begonnen, hatten sich doppelt so viele Gargyllen versammelt, wie überhaupt Greifen anwesend waren. Da diese auch noch Zettel und Stifte ergattern konnten, kam es, natürlich nach Abschluß der einen Tag währenden Überlegungs- und Schreiphase der Greifen, zu dem Ergebnis, dass auf denen von den Gargyllen beschrifteten Zetteln überall Gargyllen stand. Die Greifen jedoch, die aufgrund der Erschöpftheit nach der Überlegungs- und Schreibphase noch immer nicht mitbekommen hatten, dass sich Gargyllen in dem Versammlungsraum aufhielten, welche sich aber sofort nach dem Ausfüllen des Zettels verkrümelten, weil ihnen so viele Greifen auf ein Mal dann doch nicht geheuer waren, waren so auch überhaupt nicht erstaunt, dass die Mehrzahl sich für Gargyllen entschieden hatte. Diese Übereinstimmtheit führten sie einfach auf ihr geistig untereinander gleichwertig verteiltes Niveau. Nach der endgültigen Auswertung der Zettel, wurde nochmals drei Tage lang diskutiert, was den ausgehungerten Greifen nicht besonders gut bekam und diese schon wieder aufgrund der Durstigkeit zu viel Bier intus hatten, dass sie sich schon wieder alle anbrüllten, ob man den Gargyllen diese Verantwortung auch anvertrauen kann bzw. darf. So wurde der 1. Vorsitzende der Ersten Gargyllen-Gewerkschaft Atlantis herbeigerufen. Dieser erschien unter dem Gefolge von 20 Body-Gargyllen, um Ausschreitungen jedweder Art zu vermeiden, und nahm gegenüber dem Vorsitzenden-Gremium der Greifen Platz. Nach langem Befragen und des Abwägens des Für und Widers, und natürlich aufgrund des Geschleimes des ersten Vorsitzenden des 1. GGA, entschied sich das Gremium positiv und verlieh dem Vorsitzenden der 1. GGA den Titel des Freundes und Helfers der Greifen von Atlantis. Fortan flogen die Gargyllen durch die Straßen von Atlantis und erledigten die seit Entstehung von Atlantis den Greifen übertragene Aufgabe der Verfolgung und Verhinderung von Straßenkriminalität von Atlantis. Die Greifen jedoch sitzen immer noch auf den Spitzen der Hochhäuser von Atlantis und geben den Gargyllen über einen Knopf im Ohr, Anweisungen, wo gerade eine Straftat begangen wurde. Über Jahrhunderte hat sich somit ein Kriminalitäts-Früherkennungs- und Bekämpfungssystem entwickelt, das einzigartig auf der ganzen Welt ist. Nach dieser Eingliederung der Gargyllen in die Greifenarmee wurde die Erste Gargyllen-Gewerkschaft Atlantis in die Erste Gargyllen-Greifen-Gewerkschaft Atlantis umbenannt. Es wurde ein neues Versammlungshaus gebaut (natürlich mit einem speziellen Landeplatz für die Greifen). Um den Verfall und die Zerstörung dieses Hauses durch die Krallen der Greifen vorzubeugen, wurden aus den ledrigen Flügeln verunglückter, alter und ausgedienter oder bei der Ausübung der Helfertätigkeit um`s Leben gekommener Gargyllen, sogenannte Greiftoffeln gemacht. So konnten die Greifen, ohne ihre Krallen in den schönen Marmorfußboden zu krallen, in den Greiftoffeln über diesen gleiten, was jedoch wiederum zu vielen Unfällen führte, weil die Greifen ständig die Vorgleitregeln vergaßen. Aber das ist eine andere Geschichte. Welches Geheimnis verbirgt sich im Kern des Scharach-il-Allah? Als Zoltepp Zaan den Stein in den Treibsand von Unbiskant geschleudert haben soll, geschah es, dass ein winziges Körnchen des Steins abblätterte und durch den Wind in die Süße Wüste getragen wurde. Während das im Treibsand gelandete Zamomin sich weiterentwickelte und am Ende die Moloch entwickelte und dann in die wabernde Finsternis geworfen wurde, welche dieses auf immer und ewig verschwinden ließ, geriet das klitzekleine abgeblätterte Körnchen, wie oben schon ausgeführt, in die Süße Wüste, wo es sich ebenfalls, parallel zu seinem großen Gegenstück, weiterentwickelte. Da es jedoch nicht die Fähigkeiten in dem Ausmaß besaß, wie das große Zamomin, gelang es ihm lediglich, die Sandkörner so zu beherrschen, dass diese sich um es scharrten. Nach vielen und abervielen Jahren hatte das Zamomin eine regelrechte Sandkornarmee aufgestellt, die sich auf Befehl blitzschnell zu einer ziegelförmigen Formation zusammenscharrte und so gegen die Eindringlinge in der Süßen Wüste vorgehen konnte. Eine andere Möglichkeit gab es leider nicht, die Eindringlinge fernzuhalten. Da das kleine Zamomin ein sicheres Zuhause brauchte und doch eine gewisse familiäre Bindung zum großen Zamomin bestand, baute das kleine Zamomin ein Schiff und nannte es „YTNUOB“. Es wurde ein unsinkbares Schiff, denn in diesem Sinne war es ja gar keins, da es sich nicht im Wasser befand und daher auch keinerlei Möglichkeiten hatten, sinken zu können. Die YTNUOB wurde demnach die Kommandozentrale des kleinen Zamomins. Mittlerweile hatte das kleine Zamomin so viele Sandkörner um sich, dass das gesamte Schiff durch diese treuen Sandkörner bedeckt wurde. Da dies jedoch eine etwas unförmige Form ergab, womit man sich in der Wüste erst recht nicht fortbewegen konnte, entschied das kleine Zamomin, dass noch mehr Sandkörner rekrutiert werden sollen, um die Hülle um die YTNUOB zu einem Quader zu vervollständigen. Diese Form sollte gleichzeitig dazu dienen, die Wüste immer in einem glatten Zustand zu erhalten. So wurden durch die ziegelförmige Form des Scharach-il-Allah zwei Unannehmlichkeiten auf einmal gelöst: zum einen werden die in der Süßen Wüste unerwünschten Eindringlinge wirkungsvoll zermalmt und zum anderen wird die Süße Wüste ebengehalten. Da das große Zamomin nun nicht mehr existiert, ist das kleine Zamomin nunmehr das einzigste denkende Element auf Zamonien. Da das kleine Zamomin jedoch aus ihrem Schiff und daher auch aus dem Scharach-il-Allah nicht mehr herauskommt, weiß es auch nicht, dass es noch ein großes Zamomin gab, welches Zamonien beherrschen wollte und weiß demnach auch nicht, dass es dies ebenfalls tun könnte. Aber da es nie die vollständigen großen Fähigkeiten des großen Zamomins besessen hatte, wird es dies wohl auch nie erfahren und wird für immer und ewig in der Süßen Wüste in seinem Schiff, welches von der Sandkörnerarmee von außen zu einem Quader geformt beschützt wird, rumschmiergeln.



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